Die Kardaschow Skala – Dämmerung intergalaktischer menschlicher Evolution?

Mensch 2.0? – Hunger nach Evolution

Mit diesem Blog möchte ich dir ein Tor in die Zukunftsforschung bieten, zu deiner persönlichen Zukunft und Trends aus dem Technologiesektor aufzeigen. Wie dem auch sei, was bedeutet das eigentlich – Zukunft?

Was ist es mit der Menschheit und dem unstillbaren Verlangen nach Fortschritt und dem fanatischen Drang hin zur Grenze der Evolution?

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Photo by Engin Akyurt

Nun ja, wir sind keine Primaten mehr, soviel steht schon einmal fest, zumindest, wenn wir einige gewisse Menschen ignorieren, welche sich durch „Instagram Model Ruhm & gekaufte Likes“, oder im Rahmen alter Dogmen wie „Hautfarbe ist wichtig Rassisten“, „Kindervergewaltigende katholische Priester“, oder nur als „ich glaube an eine flache Erde Gläubiger“ und vielen anderen mehr definieren.

Dies sind gewiss Themen, über die es Wert ist, spezifizierter zu sprechen, aber in diesem Beitrag werden wir solche geistige Einfachheit und politische sowie ökologische Probleme auf der Erde freundlicherweise erstmal ignorieren und uns auf die Fragen fokussieren:

Wie weit entwickelt sind wir denn überhaupt? Kann man das irgendwie messen?

Karda-was? – Messungen der Evolution

In diesem Beitrag ziele ich nicht auf die transhumanistische Bewegung ab (welche sicherlich ein Thema in späteren Beiträgen werden wird), sondern ich will euch die Arbeit von Nikolai Kardaschow (engl. Kardashev), einem sowjetischen Astronomen vorstellen, welcher eine Methode zur Messung des gesamten Fortschrittes einer Zivilisation (in diesem Fall der Menschheit) vorgeschlagen hat.

Nikolai Kardaschow hat sich die so gennannte Kardaschow-Skala ausgedacht, welche hypothetische Maße sind, welche sich am Energiebedarf einer gesamten Zivilisation aus kosmischem Blickwindel orientiert.

Kosmischer Energieverbrauch? – Solang ich die Rechnung nicht zahlen muss …!

Ok, Witz beiseite. Um deinen Computer zum Lesen dieses genialen Blogs einsetzen zu können, benötigst du Energie oder? Um deine Kaffeemaschine morgens zum Laufen zu bringen, Licht, Infrastruktur, für fast alles in unserem täglichen Modernen Leben benötigen wir Energie. So was passierte, wenn wir einfach die gesamte „verbrauchte“ Energie zusammenzählen (im Sinne von gesamter benötigter Energie, wir ignorieren freundlicherweise die „Energie kann weder kreiert noch zerstört werden“ Konzeption)?

Wenn wir die gesamte Energie, welche von allen Menschen auf diesem Planeten benötigt wird, zusammenzählen, erhalten wir eine gigantische Stromrechnung, welche aber den gesamten Energieverbrauch der gesamten Zivilisation messen würde.

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Photo by Matheus Bertelli

Die Kardaschow-Skala misst den technologischen Fortschritt einer Zivilisation anhand der von dieser nutzbaren Energie. Daher müssen wir zunächst einmal wissen, wie viel Energie Menschen bisher überhaupt „konsumieren“, da dies ein Minimum darstellt. Wie dem auch sei, die wahre Frage ist, wie viel Energie können wir denn überhaupt erzeugen, wenn wir denn wollten? Je mehr Energie wir erzeugen oder nutzen könnten, je höher wäre unsere Kardaschow-Skala. Kardaschow begründet dies mit dem erhöhten Bedarf an Energie, welcher zum Erhalt eines gewissen Evolutionslevels benötigt wird. Je weiter entwickelt die Zivilisation, desto höher der Bedarf an Energie.

Klingt für mich sinnvoll.

Kardaschow Skalen

  • Typ I Zivilisation (auch planetare Zivilisation genannt): kann die gesamte Energie, welche auf dem Planeten zur Verfügung steht nutzbar machen und speichern.
  • Typ II Zivilisation (auch stellare Zivilisation genannt): kann die gesamte Energie des Sonnensystems nutzen und kontrollieren.
  • Typ III Zivilisation (auch galaktische Zivilisation genannt): kann die gesamte Energie ihrer Galaxis nutzen.

Daher kann man einfach die Menge an Energie auf der “globalen Stromrechnung” heranziehen und diese mit den Skalen vergleichen, um herauszufinden, wo wir als Menschheit uns auf dieser Skala befinden. Um dich mit einigen Zahlen zu versorgen, schau dir die nächsten Punkte an.

  • Typ I: Die Zivilisation ist in der Lage, alle Energie, welche auf ihrem Planeten entsteht oder von dessen Elternplaneten aus eintrifft, zu nutzen.
  • Typ II: Eine Zivilisation ist in der Lage, die Energie eines gesamten Sternes, mithilfe einer Dyson Sphäre, oder einer anderweitigen Gigastruktur, zu nutzen.
  • Typ III: Energie für die Zivilisation wird mittels eigener Galaxien (wie der gesamten Milchstraße) gewonnen.

Dieser originale Vorschlag wird durch zusätzlich, noch weiter entwickelte Typen ergänzt, welche ich hier nicht im Detail erörtern werde. Nichtsdestotrotz sei gesagt, dass diese neuen Typen von der Kreierung künstlichen Lebens bis hin zur Fähigkeit der Manipulierung der Raum-Zeit Struktur reichen.

Schau dir dieses Video an, um einen genaueren Überblick über die Skalen und deren Erweiterung zu bekommen:

Trophäe für die Menschheit? – Der Stand menschlicher Evolution.

Ist ja nett, dass wir nun wissen, welche Skalen und Möglichkeiten sich Menschen überlegt haben. Wo befindet sich die Menschheit auf dieser Skala? Wie weit sind wir denn?

Wir sind klein. Winzige unwichtige Teilchen eines gigantischen Universums. Um uns Menschen zu beschreiben, wurde ein extra Typ geschaffen.

Typ 0 Zivilisation.

Das bedeutet, dass die Menschheit noch nicht einmal ein Typ I ist. Basierend auf Daten aus dem Jahr 2017, rangieren wir bei einer einfachen 0,7279 auf diesen Skalen und es wird geschätzt, dass es noch annährend 200 Jahre brauchen wird, damit wir ein vollwertiger Typ I werden.

Keine Trophäe für die Menschheit.

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Photo by Wendelin Jacober

Nun ja, denk doch mal über uns als Spezies oder Zivilisation nach. Nur für einen kleinen Moment.

Sehen wir wirklich wie ein Typ I aus? Nein!

Wir verschmutzen immer noch unsere Umwelt, verbrennen fossile Energieträger, schaffen es gerade irgendwie erneuerbare Energien zu nutzen und sind bei Weitem nicht auf einem humanistischen weder noch politischen Level, um überhaupt den Gedanken an eine zentralisierte weltweite Energieversorgung zu wagen, währenddessen man gleichzeitig von allen Menschen als Menschen denkt, als Menschen die einer gemeinsamen Spezies angehören.

Solange wir unseren Planeten wie Müll behandeln, Kriege führen, Menschen verhungern lassen, während andere sterben, weil sie fett sind und uns nicht als eine menschliche Spezies zusammenschließen, werden wir niemals Typ I oder mehr erreichen.  Ich bewundere wahrlich die Unternehmungen, welche versuchen das Universum zu besiedeln, aber bis wir Energie- und Hungerprobleme lösen, starten unsere Umwelt fair zu behandeln und aufhören uns gegenseitig in Kriegen, Rassenkonflikten zu massakrieren, verdient es die Menschheit einfach eines Tages auszusterben.

Meiner Meinung nach, wenn die Menschheit von Typ Null auf Typ Eins oder höher steigen will, müssen wir sofort handeln und unsere kleinen menschlichen Egoprobleme zuerst lösen. Im Vergleich mit universeller Expansion, ist ein Elend, Menschen sich wegen Trivialitäten streiten und sich umbringen zu sehen. Stell dir eine Welt ohne Religion, Krieg, Konflikte, Hunger oder Rassismus vor. Das wäre, um hier in Star Trek zu sprechen, die Entwicklung in eine Art Vulkanier.

Für diejenigen von euch, die mehr Details wollen, ist hier eine etwas längere Dokumentation zum Thema:

Gefallen dir solche Themen oder möchtest du über andere Inhalte Lesen? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

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Quellen

Kardashev, Nikolai (1964). „Transmission of Information by Extraterrestrial Civilizations“ (PDF). Soviet Astronomy. 8: 217-221.

Lemarchand, Guillermo A. „Detectability of Extraterrestrial Technological Activities“. Coseti.

Kaku, Michio (2010). „The Physics of Interstellar Travel: To one day, reach the stars“. Retrieved 2010-08-29.

Sagan, Carl (October 2000) [1973]. Jerome Agel (ed.). Cosmic Connection: An Extraterrestrial Perspective. Freeman J. Dyson, David Morrison. Cambridge Press

„Energy data for 2017“. yearbook. .enerdata.net. World Energy Statistical Yearbook. Retrieved 9 April 2019.

Kaku, Michio (2005). Parallel Worlds: The Science of Alternative Universes and Our Future in the Cosmos. New York: Doubleday. p. 317

Zubrin, Robert (1999). Entering Space: Creating a Spacefaring Civilization.

Barrow, John (1998). Impossibility: Limits of Science and the Science of Limits. Oxford: Oxford University Press. p. 133

https://mkaku.org/home/articles/the-physics-of-interstellar-travel/

http://www.coseti.org/lemarch1.htm

https://www.freexenon.com/2019/03/22/kardashev-scale-of-civilizations/

http://www.sci-news.com/astronomy/science-kardashev-type-iii-civilizations-03249.html

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